Zuchtvorbereitung

Kurz vor Weihnachten kommen alle Kanarienhähne in eine Gemeinschaftsvoliere in den Zuchtraum, damit Sie langsam in Zuchstimmung kommen. Anfand Januar setze ich die Hähne einzeln in die jeweiligen Zuchtboxen. Die Temperatur im Zuchtraum ist auf ca. 5 Grad eingestellt. Anfang Februar kommen dann auch die Hennen in den Zuchtraum, werden aber dort noch in einer Gemeinschaftsvoliere gehalten. Die Lichtdauer wird nun langsam wöchentlich von 10 Stunden  bis Anfang/Mitte März auf 15 Stunden verlängert. Die Raumtemperatur wird stetig etwas erhöht. Den Hähnen gebe ich, sobald sie einzeln sitzen, über das Trinkwasser Antisteril von Pineta. Die Hennen bekommen Calcio D3 von Pineta. Ich gehe damit jedoch sparsam um, da ein Zuviel meines Erachtens nicht gut ist.

Mitte Februar weden alle Hähne wieder aus den Zuchtboxen herausgenommen und aufgrund Platzproblemen in Ausstellungskäfigen einzeln gesetzt. Nun werden die Hennen einzeln in die Zuchtboxen gesetzt. Die Hähne und auch die Hennen bekommen jetzt täglich etwas trockenes Eifutter vermischt mit Perle Morbide, damit sie sich langsam daran gewöhnen. Mit der Gabe von Perle Morbide habe ich gute Erfahrungen gemacht. Meine Vögel nehmen es sehr gut auf.

Auf Keimfutter verzichte ich gänzlich, da ich damit schlechte Erfahrungen gemacht habe. Zusätzlich zum Eifutter bekommen die Hennen zweimal wöchentlich einen Teelöffel Negersaat pro Vogel. Die Gabe von Negersaat soll späterer Legenot vorbeugen.

Anfang März werden die Hähne zu den Hennen gesetzt, sobald zu erkennen ist, dass die Hennen mit kleinen Gaben von Nistmaterial beginnen, ein Nest zu bauen. Die Raumtemperatur beträgt dann etwa 18-20 Grad. Die Luftfeuchtigkeit liegt bei ca. 50-60%. Das Licht brennt jetzt ca. 14-15 Stunden. Zu Anfang kann es zu Disharmonie unter den Vögeln kommen. Die Vögel werden dann nochmals einige Tage getrennt und erneut zusammen gesetzt. Die Zusammenstellung der Paare habe ich schon Anfang Februar festgesetzt.

Bei meiner Schilderung beschreibe ich lediglich meine gemachten Erfahrungen. Es gibt sicherlich Züchter, die andere Erfahrungen gemacht haben oder die Beschreibung meiner Zuchtvorbereitung in Frage stellen bzw. den Ablauf anders gestalten würden. Ich bin jederzeit bereit, nützliche Tipps und Anregungen anzunehmen. Für Rückmeldungen jeglicher Art zu diesem Thema bin ich dankbar.